Module – was passiert in dem Projekt?

A Schulungen transkultureller Mediator*innen

An den beiden Projektstandorten Berlin und Hamburg werden sechs Schulungslehrgänge für die Ausbildung von MiMi- Mediator*innen für Kinder- und Jugendreha durchgeführt.

In den Schulungen geht es um die Vermittlung von theoretischem und praxisrelevantem Wissen zum Thema medizinische Rehabilitation für Kinder und Jugendliche. Außerdem werden die Mediator*innen methodisch und didaktisch geschult, sodass sie ihr erworbenes Wissen bestmöglich weitergeben können.

B Infoveranstaltungen für interessierte Familien und Jugendliche

Wenn sie ihre Schulung abgeschlossen haben, führen die Mediator*innen herkunftssprachliche Infoveranstaltungen durch. Sie geben ihr Wissen über die medizinische Rehabilitation für Kinder und Jugendliche weiter und klären praktische Fragen. Eingeladen sind alle interessierten Personen.

Bei diesen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmenden einen Wegweiser in ihrer Sprache, der die Inhalte der Veranstaltung ausführt. Beantwortet werden folgende Fragen: Was ist eine Reha und warum wird sie angeboten? Für wen ist sie besonders geeignet, was kann man mit ihr erreichen? Wer kann eine Reha beantragen? Was gibt es bei der Antragsstellung zu beachten? Was wird während der Reha gemacht? Dieser Wegweiser wird neben einer deutschen Version in neun weiteren Sprachen erhältlich sein.

C Individuelle Antragsunterstützung

Zusätzlich werden in Berlin und Hamburg über einen Zeitraum von zwei Jahren ausgebildete Mediator*innen individuelle Antragsunterstützung bieten. Reha-Interessierte können dieses Angebot nutzen, um individuelle Hilfe und Unterstützung beim Ausfüllen des Reha-Antrags zu erhalten. Um dies zu unterstützen, entwickelt das EMZ ein Manual, das das Ausfüllen des Antrags Schritt für Schritt erklärt.

D Transkulturelle Fortbildungen für Fachkräfte

Das EMZ wird außerdem vier transkulturelle Fortbildungen für Fachkräfte wie zum Beispiel Ärzt*innen, Therapeut*innen, Sozialfachpersonal und Reha-Berater*innen anbieten.

Ziel ist die Sensibilisierung für kultur- und geschlechtsspezifische Barrieren und die Stärkung ihrer integrativen Kompetenzen hinsichtlich der Beratung von Personen mit Migrationsbiografie. Dies wird langfristig auch die transkulturelle Öffnung der relevanten Institutionen (wie Reha-Kliniken oder Beratungsstellen) vorantreiben.

Auch hierzu wird es eine Broschüre (Praxisleitfaden Transkulturelle Kompetenz) geben.